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Trainingserfolge bei Acti-Fit

Teil 1: Vom Couchpotatoe zum Ironman-Finisher

Acti-Fit Mitglied Marcus Jores erringt in Lanzarote die Qualifikation für Ironman 2009 in Hawaii

Endlich kann ich wieder Aloha im Oktober sagen. Ich bin mit 10:29 ins Ziel auf Lanzarote. Es ist Platz vier. Den Slot für Hawaii habe ich damit in der Tasche!!!!!


Bevor ich was zu dem Event schreibe, vorab ein Danke schön: Mein Dank gilt an dieser Stelle meiner Frau und meinen Kids für Ihre super Unterstützung in der Vorbereitungszeit und im Wettkampf. Ohne meine Frau wäre das nicht möglich gewesen. Die vielen Stunden, die ich im Fitness-Center verbracht habe und Sie mal wieder auf mich warten musste. Oder die Abende immer wieder alleine verbringen durfte, weil ich trainierte. Auch als Sie Bangen und Ängste austgestanden hat, weil Sie wieder einmal 1,5 Stunden auf mich warten musste, bevor ich nach dem Wettkampf aus dem medizinischen Zelt gekommen bin.

Weiterhin meinen großen Dank an meine Trainerin Elena Wagner. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so laufen kann und trotzdem noch gut aussehe ;-). Dir Ludwig Sattler vielen Dank für die Geduld bei der Schwimmerei. Versprochen, irgendwann schaffe ich es auch unter einer Stunde.

Danke an alle Supporter am Internet (Karsten, Christoph, Christian u.a.), für die Unterstützung meiner Frau beim Herausfinden der Platzierung und das Daumendrücken.

Aber nun zu meinem Bericht:

Der Transport des notwendigen Equipments nach Frankfurt und weiter nach Lanzarote war problemlos, wir konnten alles in einem Kombi verstauen. Der erste Schreck ließ aber nicht lange auf sich warten: Am Flughafen in Lanzarote hatte die Fluggesellschaft vergessen, die Fahrräder auszuladen. Fast das gesamte Material (bis auf den Neoprenanzug und den Helm) war im Radkoffer. Auf dem Weg zur Qualifikation zum Ironman Hawaii 2009Eine Katastrophe, gleich zu Beginn so zurückgeworfen zu werden. Der Flieger war schon wieder auf der Startbahn und bereit für den Rückflug. Aber die Fluggesellschaft hatte ein Einsehen und der Flieger wurde - Gott sei Dank – wieder von der Startbahn gelotst. Nach einer weiteren Stunde angstvollem Warten kam doch noch mein Bike vom Band. Es konnte also mit dem Training rechtzeitig losgehen.

Die Trainingseinheit am Dienstag war gut, bin froh mich gegen den Zeitfahrhelm entschieden zu haben. Der Wind bläst nicht schlecht. Anschließendes Laufen war gut, aber die Beine waren schwer vom vielen Sitzen.

Mittwoch mit Heike den ersten Teil der Radstrecke abgefahren und Startunterlagen geholt (Startnummer 1098, ak45 von 1040-1220). Mittags ausruhen und sonnen, dann schwimmen auf der Wettkampfstrecke. Die Orientierung ist für mich, wie immer, schwierig. Immer befinden sich die Schwimmleinen auf der für mich ungünstigen linken Seite, wo ich doch ausschließlich nach rechts atme.

Am Donnerstag um fünf Uhr morgens aufgestanden. Mist, Magenschmerzen!!! Den ganzen Tag schlapp mit Magenkrämpfen (Dünnsch…), Glieder- und Kopfschmerzen rumgelaufen (Heike ging es noch schlimmer!).

Trotzdem den zweiten Teil der Radstrecke abgefahren. Heike saß nur Kopf schüttelnd am Steuer. O-Ton Heike: „Mein Gott, wie bescheuert muss man eigentlich sein, um sich auf so einer Radstrecke für die Quali abzuquälen, fahr doch lieber nach …“ (Ich sag’s Euch nicht wohin ich soll )

Die nächste Nacht gut geschlafen. Am Freitagmorgen schien der Magen wieder ganz okay. Fühlte mich noch ein bisschen matt. Die Trainingseinheit vor dem Frühstück war richtig gut. Das Frühstück blieb drin, der Magen spielte mit.

Marcus Jorres, Ironman Lanzarote Jetzt wurden die Beutel gepackt, dann noch einen Spaziergang mit Heike. In der Mittagshitze relaxen im Zimmer und um 17 Uhr das Fahrrad abgeben. Magen mit Kohlenhydraten vollpumpen und auf den Wettkampftag freuen.

Ich fühle mich gut. Endlich ist es soweit. Ich weiß, ich schaff das! Samstagmorgen. Wetter: leicht bewölkt, wenig Wind, Meer ruhig. Habe leider die Nasenklammer auf dem Weg zum Start verloren, was zu einer ordentlich Nasenspülung führte, weil ich das mit dem Ausatmen durch die Nase nicht geregelt bekomme. Habe mich aus der Klopperei raus gehalten, was allerdings zu einer mäßigen Schwimmzeit führte.

Mein Wechsel war etwas unterirdisch bzw. eher irdisch, da ich beim verlassen des Wassers erst einmal in den Sand geflogen bin - zuviel Laktat im Blut ;-). Mein Körper war paniert. Die Kompressions-Socken rutschen deshalb nicht so über die Waden.

Dann aufs Rad. Wetter: Mist, wo kommt den auf einmal der Sturm her? Locker fahren!!!!! Habe die Vorgabe der Trainerin im Kopf, Walter Jores beim Ironman 2009 auf Lanzarote„fahre erst einmal mit angezogener Handbremse, das zahlt sich beim Laufen aus“. Wie gesagt, es war sehr stürmig. War froh ohne Scheibe und 808 Zipps unterwegs zu sein. Die Jungs mit diesem Kram hatten so ihren Kampf! Bei einer steilen Abfahrt, es hat geblasen wie blöd, wäre ich mit Sicherheit umgefallen, hätte ich nicht in die Pedale getreten.

Der Rest der Radstrecke war gemäß der Vorgabe meiner Trainerin der Trittfrequenz gewidmet: Nicht unter 80 und, ich kann nicht genug jammern ;-), der Wind war der Hammer.

Der Wechsel war okay, ich konnte direkt vom Rad springen und loslaufen. Ohne, das mir auch nur ein bisschen die Beine schmerzten. Wetter: Immer noch Wind, so ein Sch…! Aber netterweise schien jetzt auch die Sonne, so dass ich nicht frieren musst ;-). 3,5 km laufen bis zu Heike, mmmhhhh, „Die guckt aber ernst!“. „Lauf Alter, wenn ich mich nicht verzählt habe bist Du nur Sechster. Gib Gas!“

Wenn mein Frauchen das sagt, dann werde ich das natürlich entsprechend machen. Die nächsten Treffen mit ihr sind durch ähnlich motivierende Aussagen geprägt. Doch sie lächelt. Durch die Supporter am Internet war sie immer genau informiert. Km 25, „25 Sekunden auf den vor Dir. Nach hinten hast Du wohl ungefähr vier Minuten Platz. Auf geht’s! Die fangen an zu sterben!“ Mein Ehrgeiz war geweckt. Letztes Jahr gab es fünf Slots,also war mein Ziel mindestens fünfter zu werden. An der vorletzten Wende sah ich ihn dann direkt auf mich zukommen: Der „bunte Franzose“ auf Platz fünf, Mund aufgerissen nach Luft schnappend und den Kopf weit im Nacken. „Dich laufe ich noch platt!“ Also Beine in die Hand und los.

Vor der letzten Wende hatte ich ihn, und die Nummer vier noch dazu. Ich war auf dem dritten Platz! Durchhalten! Allerdings kam der nach dem Radfahren auf 11 liegende Teilnehmer mit großen Schritten kurz vor dem Ziel noch an mir vorbei geflogen. Da fehlten mir die Körner zum folgen.

Eins weiß ich, Lanzarote sieht mich so schnell nicht wieder. Meine Frau sagt sogar, nie wieder! Seit der Slot-Vergabe bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Marcus Jorres vom TCED Mainz während des Ironmans Lanzarote

Zieleinlauf von Walter Jores, Ironman 2009 auf LanzaroteWalter Jores, 10:29:08 erschöpft aber glüclich im Ziel Ironman 2009 auf Lanzarote - Qaulifikation zum Ironman auf Hawaii erreicht!!!!
Aloha, Marcus

Nieder-Olm, 31.05.09


Teil 1: Vom Couchpotatoe zum Ironman-Finisher

Teil 3: Mitglied Marcus Jores wird in 2009 erneut Ironman-Finisher

 

 

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